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MaxPic - Presse- und Sportfotografie | 10.09.2010
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Segeln: America's Cup Training läuft vor Kiel auf Hochtouren PDF Drucken Email
Jesper BankKiel, 20. Juli 2005 - Tourensegler, die dieser Tage den Nord-Ostsee-Kanal zur Holtenauer Schleuse passieren, haben zuweilen eine prominente Begleiterin: die erste deutsche America’s Cup-Yacht „GER-72“ auf dem Weg zum Training auf der Kieler Bucht. Denn das United Internet Team Germany agiert derzeit von seinem deutschen Basislager bei der Knierim-Werft aus. Die Crew um Skipper Jesper Bank (Foto) bereitet sich dort auf die nächsten Qualifikationsregatten Act 6&7 zum 32. America’s Cup vor, die im schwedischen Malmö stattfinden (25. August bis 4. September). Danach wird der erste deutsche Herausforderer in der 154-jährigen Geschichte der ältesten Sporttrophäe der Welt nochmals nach Kiel zurückkehren, bevor er Ende September zu weiteren Louis Vuitton Acts nach Trapani auf Sizilien zieht.

„Wir haben hier optimale Trainingsbedingungen, denn das Revier ist unbestritten eines der besten der Welt“, lobt Jesper Bank die Kieler Außenförde. „Und das Basiscamp, in dem wir unsere umfangreichen Wartungsarbeiten an Boot, Mast und Segeln erledigen, liegt auf dem Gelände der Werft, die ab dem Herbst unseren neuen Cupper für 2007 bauen wird. Eine bessere technische Unterstützung gibt es nicht.“

Der Auftritt im Heimatland sei auch ein bedeutendes Zeichen für Deutschland, betont Ralph Dommermuth, Vorstand des Hauptsponsors United Internet AG aus Montabaur. „Wir haben uns bewusst ein Sponsoring des ersten deutschen Syndikats ausgesucht und werden die Herkunft auch hochhalten“, bekräftigt Dommermuth. Der Ruck, der jetzt durch den deutschen Segelsport gehe, würde dem gesamten Wirtschaftstandort gut tun.

Die Wahl des deutschen America’s Cup-Syndikats, seine Zelte in Kiel ufzuschlagen, sei für die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Ehre und Herausforderung zugleich, erklärte Kiels Bürgermeister Peter Todeskino. „Das segelbegeisterte Kiel ist stolz darauf, dadurch einen bedeutenden Beitrag zur ersten Cup-Teilnahme Deutschlands überhaupt zu leisten.“ Das sei eine großartige, internationale Werbung für KIEL.SAILING CITY. „Die Menschen in der Welthauptstadt des Segeln unterstützen nicht nur die deutsche Kampagne, sondern fiebern nun auch bei allen kommenden Wettfahrten noch mehr mit.“ Am Sonnabend, dem 6. August, wird sich das United Internet Team Germany seinen Freunden und Fans in Kiel bei einen Tag der offenen Tür präsentieren.

GER-72Bis dahin haben die Teammitglieder aber noch einen vollen Trainingskalender zu absolvieren. Ziel der Einheiten ist vor allen die weitere Crewsichtung. Neben bekannten Gesichtern, die bereits im Juni in Valencia bei den ersten Qualifikationsrennen dabei waren, werden weitere Aspiranten getestet. 17 Segler sind während einer Wettfahrt an Bord eines America’s Cuppers. Aber mehr als 20 wird Bank auswählen, um Ersatz im Falle von Verletzungen oder Ausfällen zu haben. „Jede Position ist dabei wichtig, ganz egal ob es ein Grinder oder ein Segeltrimmer ist“, erklärt der Skipper, „und es kommt nicht nur auf das seglerische Können, sondern auch auf die körperliche Fitness und die Teamfähigkeit an.“ America’s Cup sei Knochenarbeit. Der Tag im Camp fange meist um sieben Uhr morgens an und ende selten vor 23 Uhr.

Auf dem Wasser beim Kiel-Leuchtturm übt die Crew jeden Tag das Zusammenspiel der einzelnen Mannschaftsteile. Wenden, Halsen, Segelsetzen und -bergen, eine Vielzahl von Manövern muss einstudiert werden. Abgesehen vom Bootshandling stehen auch diverse Materialtests auf dem Programm. Für Malmö bekommt das United Internet Team Germany allein drei neue Vorsegel. Und ein anderer Mast soll auch noch gestellt werden.

„Wir haben ein gebrauchtes sogenanntes Millenium-Rigg gekauft, das nach den neusten Regeln erlaubt ist und weitere Geschwindigkeitsvorteile bringen soll“, erläutert Eberhard Magg Pläne, die einen kleinen Umbau notwendig machen. „Wir müssen das Boot dazu ein paar Tage an Land stellen“, so der technische Direktor des United Internet Team Germany weiter, „denn bis alles sitzt und der andere Mast aufgeriggt werden kann, brauchen die Bootsbauer etliche Stunden.“

Bilder vom Medientag am 20. Juli 2005 bieten wir Ihnen gern an.
 
   
     

 
 

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