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Die Elbe - Freie Fahrt für dicke Pötte? |
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Hamburg, 17.09.2004 – Hamburg, das Tor zur Welt. Die Elbe, der Weg zur See. Damit ist sie einer der wichtigsten Wirtschaftswege für die Hansestadt Hamburg. Warenströme aus der ganzen Welt bewegen sich auf dem Fluss zwischen Hamburg und Cuxhaven, wo die Elbe in die Nordsee mündet.
Seit Beginn des Handels auf dem Seewege werden die Schiffe immer größer, kein Problem auf See, aber wie sieht es mit der Elbe aus. Um auch die modernen Containerschiffe nach Hamburg zu bringen, wurde die Fahrrinne der Elbe von Zeit zu Zeit vertieft und muss durch ständiges Baggern auf Solltiefe gehalten werden. Nun steht eine neue Generation von Containerriesen mit noch größerem Tiefgang (16 m) an und wieder steht die Diskussion um eine weitere Elbvertiefung im Raum.
Die bisher größten Containerschiffe mit einer Kapazität von
6.000 TEU (Containern) und 14,80 m Tiefgang können Hamburg voll beladen – das
ist allerdings eher selten der Fall - nur in einem Zeitfenster um Hochwasser
anlaufen bzw. den Hafen verlassen. Die Stadt Hamburg und die Hamburger
Wirtschaft sind für ein weiteres Ausbaggern, damit auch künftig die
Containerriesen Hamburg anlaufen können. Ziel ist offensichtlich eine
uneingeschränkte Fahrt für 6.000 TEU-Containerschiffe und ein möglichst großes
Zeitfenster für die 8.000 TEU Generation. Argumentiert wird mit dem möglichen
Verlust von Arbeitsplätzen.
Umweltschützer und Bundesumweltminister Jürgen Trittin halten
dagegen eine weitere Elbvertiefung für nicht notwendig. Ein Tiefwasserhafen in
Cuxhaven oder Wilhelmshaven mit Feeder-Diensten nach Hamburg würden es auch tun.
Vermieden werden sollen die negativen Folgen für die Umwelt im Bereich der
Unterelbe, die ein weiteres Ausbaggern mit sich bringen würde.
Containerriesen sind zwar täglich auf der Elbe unterwegs, trotzdem
machen sie nur einen geringen Anteil am gesamten Schiffsaufkommen auf der Elbe
aus. Binnenschiffe, Kümos, Frachter, Feeder-Schiffe (kleinere Containerschiffe,
die im Zubringerdienst zwischen den großen Hafenmetropolen und kleineren Häfen
eingesetzt werden), Tanker, RoRo-Schiffe und Sportboote sind auf der Elbe
unterwegs. Im Hamburger Hafen kommen noch Schlepper, Fähren, Barkassen,
Bunkerboote, Festmacherboote und ein Wasserflugzeug hinzu.
Um die Sicherheit auf der Elbe zu gewährleisten, wird der gesamte
Schiffsverkehr per Radar überwacht. Die Verkehrszentralen wissen jederzeit, wo
sich welches Schiff befindet, wo gebaggert und verklappt wird, wo Rücksicht auf
Ankerlieger oder an der Pier fest gemachte Schiffe genommen werden muss. Größere
Schiffe haben einen Lotsen an Bord, der sich besonders gut auf dem jeweiligen
Revier auskennt. Zur Orientierung der Kapitäne und Steuerleute dienen zahlreiche
Seezeichen wie Leuchttürme, Baken und Tonnen.
Bilder von der Elbe mit Schiffen, Baggern, Leuchttürmen usw.
bieten wir Ihnen gern an. |